Archive

Alisa, ein Pullover mit Still

Ich war mal wieder mit meiner Mutter in Frankreich einkaufen, da entdeckte sie zwei wunderschöne Garnpakete, eines in blau und eines in gold-braun. Sie schaute mich an und fragte, ob ich ihr einen zweifarbigen Pullover stricken könnte.
Ich fragte sie daraufhin, wie sich ihren Pullover vorstelle. Sie meinte, einfach oben blau und unten braun oder umgekehrt.
Gefragt getan, ich setzte mich an eine Anleitung, doch während des Schreibens kam mir der Gedanke, ich könnte auch einen Fair-Isle-Verlaufs-Pullover stricken. Kurzerhand einen Entwurf gezeichnet und meiner Mutter zugesendet. Sie war sofort begeistert. Somit schrieb ich die Anleitung weiter, aber mit einem Farbverlauf, der eine Linie bilden sollte, wenn sie ihn trägt.

Nach etwa vier Wochen hatte ich den Pullover fertig und ich finde, er kann sich sehen lassen.

Socken-Spitze und -Schaft reparieren

Meine Eltern besitzen ganz viele gestrickte Socken, teils von mir, teils auch von anderen.

Bei manchen dieser Socken löste sich der Schaft ganz oben auf, da mein Vater zu fest gezogen hatte. Ich bot meinem Vater an, alle seine Socken soweit es geht zu reparieren. Dann kam meine Mutter mit einem Paar Socken zu mir, dieses Paar hatte ich ihr letztes Jahr gearbeitet. Sie meinte, die Spitze würde komischerweise nur oben dünn, nicht unten. Dann erklärte ich ihr, dass sie vielleicht Schuhe getragen hat, die die Socken ausgerippst haben. Aber somit hat sie zumindest keine Blase bekommen.

Kurzerhand nahm ich die Socken mit nach Hause und fädelte einen Faden unterhalb der Bandspitze ein, und schnitt die Spitze ab.

Durch den durchgezogenen Faden konnte ich dann die Maschen wieder aufnehmen und in einer passenden Farbe eine neue verstärkte Bandspitze daran stricken.

Die Socken von meinem Vater habe ich genauso erneuert:

Zehen-Sneaker-Socken

Ich wurde vor kurzer Zeit im Tram gefragt, ob ich auch Zehen-Socken stricke könne.

Ich antwortete: »Ich habe zwar noch nie welche gestrickt, werde mich dem aber gerne annehmen«.

Gesagt, getan. Kaum zuhause, habe ich verschiedene Zehen-Sockenanleitung herausgesucht. Keine hat wirklich gepasst. Also bin ich beigegangen und habe einfach wieder eine individuelle Anleitung geschrieben. Meine Kunden müssen mir bei einer Bestellung immer den Fuss mit einem cm Lineal neben dem Vorfuss fotografieren und mir schicken.

Damit stelle ich sicher, dass die Zehen-Socken wirklich passen, denn jede Bestellung hat individuelle Zehen-Masse.

Das waren meine ersten verkauften Zehensocken :-).

Doris in den Islands

Dieser Titel lässt einen in die Ferne schweben. Man schwebt in Richtung Shetland-Inseln (Schottland) und bewundert dort die Landschaften und die tollen Lochmuster-Tücher.
Tücher die man viereckig oder dreieckig stricken kann, doch auch Schals sind im Shetland-Muster möglich.
Ihr werdet wahrscheinlich denken, was will sie mit dieser komischen Einleitung sagen?
Gern erkläre ich es euch:

Auf den Shetland-Inseln werden hauchzarte Tücher mit sehr ausgefallenen Loch-Mustern gestrickt. Da ich, wie ihr vielleicht schon wisst, immer auf der Suche nach einer Herausforderung bin, habe ich mir letztes Jahr ein Buch mit Shetland Lace (ISBN: 978-3-8307-0946-6) gekauft. In diesem Buch wird genau erklärt, wie man sich ein eigenes Shetland-Lace-Tuch stricken kann.

Dies habe ich kurzerhand gemacht. Nach Empfehlung und Anleitung – die im Buch sehr gut erklärt sind – habe ich mir einen schönen Einsatz ausgesucht, dann ein Flächenmuster und zum Schluss ein passendes Lace-Muster für die Bordüre.

Das Zusammenfügen der Muster hat gut funktioniert, doch die Idee, das Tuch in der Mitte spiegeln zu lassen, hat eine lange Schreibarbeit bedeutet. Doch nach ca. 4 Tagen hatte ich das Muster in einer Tabellenkalkulation geschrieben.

Das Garn für die Tuch-Idee hatte ich mir schon letztes Jahr gekauft, kurz nach dem Erwerben des Buches. Es ist ein wunderschönes beige-braunes Verlaufsgarn von Creative melange Lace. Benötigt habe ich für das Tuch 250 Gramm. Es ist aber auch ein riesen Tuch geworden. Die Masse des Tuches sind: 300 cm x 140 cm.

Ich freue mich schon auf die kühlen Abende im Sommer, wenn ich mich in dem Tuch einwicklen kann, so wie auf den Bildern die Schneiderpuppe. 

Folgende Muster wurden verwendet für das Lace-Dreieckstuch namens Doris in den Islands:

  • Lace Holes als Einsatz oben am Hals
  • Madeira und Diamonds als Flächenmuster, das sich vom rechten auf den linken Schenkel des Tuches spiegelt
  • Doris Lace zum Abschluss als leichte Zickzack-Kante.

Ich freue mich auf das nächste Lace-Projekt, das ich mit den verschiedenen Mustern entwerfen kann und darf.

Fair Isle

Die Fair-Isle-Strickerei ist in Schottland sehr beliebt. Da die Pullover sehr dicht sind, geben sie sehr warm und werden daher gerne von Fischern getragen.

Ich wollte schon immer mal Fair Isle stricken. Um dies zu können, lernte ich erstmal das englische/französische Stricken, das bedeutet, die Fadenführung wird auf der rechten Hand geführt. Es hat gar nicht so lange gebraucht, bis ich den Dreh raus hatte. Nun war es nur noch etwas schwierig, die richtige Fadenspannung für das Fair-Isle-Stricken zu finden.

Um dies zu üben, habe ich einfach ein paar Stulpen gestrickt. Die ersten sind von der Länge her unterschiedlich, da ich noch Probleme mit der Fadenspannung hatte.

Bei den zweiten Stulpen sieht es schon etwas besser aus. Aber auch hier war die Fadenspannung noch nicht perfekt. Deshalb ist es wenig elastisch.
Aber sie sind gleich lang, das ist doch auch schon mal ein Fortschritt in die richtige Richtung.

Doch bei den Beinstulpen hatte ich dann den Dreh raus wie ich die Fäden in beiden Händen führen muss, damit die Fadenspannung immer die gleiche und nicht zu fest ist.
Ich finde sie sehr schön, denn sie sind nicht nur gleich lang, sondern auch noch elastisch.
Genau das was ich wollte.

Da ich nun das Fair-Isle-Stricken gelernt habe, wage ich mich an einen Pullover für meine Mama. Dieser soll einen Fair-Isle-Farbübergang bekommen. Aber mehr verrate ich euch nicht. Sobald der Pullover fertig ist, werde ich euch das Projekt wieder hier auf meiner Website präsentieren.